Autor: Lukas Rastner
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Der frische Triebschnee und das Altschneeproblem verlangen weiterhin Vorsicht – Kurze Unfallanalyse des Lawinenunfalls an der Marteller Hütte vom 15.03.2026
Die Rückmeldungen aus dem Gelände bestätigen, dass die Lawinengefahr vom nach wie vor vorhandenen Altschneeproblem und vom frischen Triebschnee ausgeht. Touren erfordern Erfahrung in der Einschätzung der Lawinengefahr und eine vorsichtige Routenwahl. Während und nach dem Schneefall vom letzten Wochenende wehte der Wind aus wechselnden Richtungen und führte in allen Expositionen zur Bildung störungsanfälliger Triebschneeansammlungen.…
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Frühjahrssituation, nordseitig aber noch heimtückisch – Lawinenunfallanalysen
Eine überlegte Routenwahl und große Zurückhaltung ist weiterhin angebracht. Im nordseitigen Gelände bleibt die Schneedecke weiterhin störungsanfällig, Gefahrenstellen sind nicht zu erkennen und steiles, schattiges Gelände empfiehlt es sich zu meiden. Im sonnigen Gelände steigt die Gefahr von nassen Lawinen im Tagesverlauf an: eine gute zeitliche Planung ist notwendig. Nach einer Periode mit reichlichen Schneefällen…
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Die Lawinensituation bleibt kritisch. In den östlichen Landesteilen steigt die Lawinengefahr auf Stufe 4 – groß.
Schon einzelne Wintersportler:innen können Lawinen im schwachen Altschnee auslösen, die frischen Triebschneeansammlungen sind störungsanfällig und schwer zu erkennen. Gestern Vormittag, am 3. Februar, hat eine Störung etwas Neuschnee gebracht. Es fielen bis zu 10 cm Schnee, lokal auch etwas mehr. Der Schneefall war von starkem bis stürmischem Wind aus südlichen Richtungen begleitet. Der Neu- und…
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Gebietsweise mäßige Lawinengefahr und wenig Schnee
Die Bedingungen für Skitouren sind aufgrund der dürftigen Schneelage weiterhin ungünstig. Im Talboden liegt kein oder nur sehr wenig Schnee, in den Gebieten am Alpenhauptkamm mit etwas mehr Schnee in der Höhe ist die Schneedecke oft instabil und muss vorsichtig bewertet werden. In diesen Gebieten unterstreichen Setzungsgeräusche (Whumm – Geräusche), Risse in der Schneedecke, Schneedeckenstabilitätstests…
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Achtung vor den frischen Triebschneeansammlungen — Lawinenunfall Hartdegen Weg – Rein in Taufers, 29.12.2025
Seit dem letzten Blogeintrag hat sich die Schneesituation eigentlich kaum verändert. Skitouren kann man im Großteil des Landes aufgrund des Schneemangels eigentlich kaum unternehmen: Die Schneedecke ist oft nicht zusammenhängend und man muss wegen der Verletzungsgefahr durch nicht sichtbare, eingeschneite Steine sehr vorsichtig unterwegs sein. Die Schneedecke ist oft kantig aufgebaut, weiters findet man teilweise…
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Geringe Lawinengefahr – Achtung vor Triebschnee in der Höhe
Seit dem letzten Blogeintrag hat sich die Lawinensituation weiter entspannt. Die Schneedecke ist stark vom Wind beeinflusst und allgemein kleinräumig sehr unterschiedlich. Es liegt wenig Schnee und meist fehlt auch eine kompakte Basis: Damit geht beim Skifahren eine gewisse Gefahr von nur schwach eingeschneiten Blöcken und Felsen (Steinkontakt) aus. In Sonnenhängen liegt vielfach kaum Schnee…
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Triebschnee im Hochgebirge – Beginn der regulären Ausgabe des Lawinenreports
Am Freitag um 17:00 Uhr wird der erste Lawinenreport der Wintersaison 2025-26 veröffentlicht. Die Vorhersage bezieht sich jeweils auf die darauffolgenden 24 Stunden (17:00 Uhr des Ausgabetages – 17:00 Uhr des Folgetages). Von Montag, 24. November auf Dienstag 25. November brachte eine Störung aus südlichen Richtungen verbreitete Schneefälle. Es fiel 10 bis 20 cm Neuschnee,…
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Etwas Neuschnee – Triebschnee beachten
Besonders im hochalpinen, extrem steilen und nordexponiertem Gelände gilt es den frischen Triebschnee zu umgehen, dieser lagert auf einer ungünstigen Altschneeoberfläche und ist störungsanfällig. Nach den Niederschlägen von Ende Oktober und Anfang November hat sich eine trockene Wetterphase eingestellt. Diese war von äußerst milden Verhältnissen auf den Bergen geprägt, in den Tälern war es dagegen…
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Schneetechnische Analyse des Lawinenunfalls Vertainspitze Nordwand am 01.11.2025 und aktuelle Situation
Am vergangenen Samstag, 1. November, hat sich am späten Nachmittag gegen 15:45 Uhr in der Nordwand der Vertainspitze ein tragischer Lawinenunfall ereignet bei dem fünf Bergsteiger:innen ums Leben kamen. Bei der Lawine handelte es sich um eine mittelgroße (Größe 2), trockene Schneebrettlawine; die Höchstquote des Anbruchs lag bei ca. 3460 m. Die Anbruchmächtigkeit wurde auf…
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Über die Lawinengefahr in Eiswänden – Kurzer Blick auf die aktuelle Situation
Als Lawinenwarner:innen denken wir beim Begriff „Eiswand“ sofort auf Exposition, Steilheit, wenig Sonnenstrahlung, Kälte, Gletschereis, Schnee, Wind und natürlich auch an mögliche Lawinen. Charakteristisch für Eiswände ist deren Exposition Richtung Norden und sehr steiles, vergletschertes Gelände. Die restlichen oben genannten Begriffe hängen direkt mit den Verhältnissen in einer Eiswand zusammen. Eiswände sind immer auch Absturzgelände,…