Die frischen Triebschneeansammlungen sind spröde und teils störungsanfällig, das Altschneeproblem, das weiterhin aufgrund des ungünstigen Schneedeckenaufbaus besteht, ist weiterhin latent vorhanden.
Von Montagabend, 30.03.2026 bis Dienstagnachmittag, 31.03.2026 brachte eine nördliche Anströmung am Alpenhauptkamm zwischen 5 und 15 cm Neuschnee, lokal auch etwas mehr. Dabei wehte der Wind stark bis stürmisch.

Der Wind hat oberhalb der Waldgrenze in allen Expositionen zur Bildung störungsanfälliger Triebschneepakete (in den Gebieten mit mehr Neuschnee können diese auch groß sein) geführt. Außerdem hat der Wind die Schneeoberfläche massiv bearbeitet. Rückmeldungen aus dem Gelände in Form von Rissen in der Schneedecke bestätigen die Störanfälligkeit des Triebschnees, dies besonders am Alpenhauptkamm.
Das Altschneeproblem sollte weiterhin beachtet werden: Zwar können Lawinen nur an wenigen Orten ausgelöst werden, sie können im ungünstigen Fall aber durchaus groß sein.




Auch Lawinenabgänge wurden uns gemeldet:


Ausblick
In den nächsten Tagen sind keine Niederschläge zu erwarten. Während des kommenden Wochenendes erreicht die Nullgradgrenze wieder die 3000 m Marke und es wird somit recht mild. Dies führt auf der einen Seite zu einer allmählichen Stabilisierung des Triebschnees, auf der anderen Seite rückt das Nassschneeproblem aber wieder in den Vordergrund.

