Kategorie: Aktuelle Situation
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Auswirkungen des Wechsels von Kalt- und Warmfronten – Teil 1
Seit einer Woche gab es in Summe vier Mal (!) einen Wechsel des Frontensystems von Warm- zu Kaltfront. In Nordtirol ist dadurch wieder viel Neuschnee hinzugekommen. Die vorerst letzten größeren Neuschneesummen finden Sie auf unserer Schneehöhenkarte: Differenz der Gesamtschneehöhe der vergangenen 48 Stunden. Die Neuschneesummen waren etwas höher, weil in der Karte die Setzung…
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Regen und Wind bestimmen Lawinengefahr in verschiedenen Höhenbereichen
Gestern Vormittag schneite es stellenweise noch sehr stark, die Schneefallgrenze stieg jedoch, beginnend im Außerfern, schnell an. Unsere Beobachter, die in ganz Tirol verstreut sind, meldeten heute Früh aktuelle Schneefallgrenzen zwischen 1600 und 1900m in Nordtirol. Diese sinkt jetzt aber wieder etwas. Infolge des Regeneinflusses verringerten sich auch die Gesamtschneehöhen in Tallagen. Durch die…
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Neuschnee und starker Wind – eine schlechte Kombination!
Die von gestern Vormittag bis heute Früh in Tirol gefallenen Neuschneemengen sind erheblich. Nachdem die Schneefallgrenze gestern Vormittag schnell gesunken war, setzte intensiver Schneefall ein. In den Gebieten der Silvretta, des Arlbergs, des Außerferns und der westlichen Nordalpen liegen die Neuschneemengen zwischen 40 und 70cm. Die Stubaier- und Ötztaler Alpen bekamen 30 bis 60cm…
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Die Beschaffenheit der Altschneeoberfläche als entscheidender Faktor für die weitere Entwicklung der Lawinengefahr
Vor Neuschneefällen ist es immer wichtig, über die Beschaffenheit der Altschneedecke möglichst gut Bescheid zu wissen. Davon hängt nämlich unmittelbar die Verbindung zwischen Neu- und Altschnee ab. Wegen der vorhergesagten und inzwischen bereits eingesetzten Niederschlägen haben wir uns deshalb während der vergangenen Tage intensiv mit diesem Thema beschäftigt. Da die Schneedecke während der vergangenen…
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Deutliche Setzung, aber auch Schneebrettlawinen und weiterhin Gleitschneelawinen
Trotz der arktischen Temperaturen während der letzten Tage hat sich die Schneedecke seit dem 9.1. landesweit deutlich gesetzt. Die Schneehöhen haben sich um 20-40 % verringert. Unsere Wetterstation auf der Nachtweide bei Ischgl illustriert sowohl die deutliche Setzung der Schneedecke als auch die arktischen Temperaturen und die extreme Trockenheit während der letzten Tage. …
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Seit gestern bildeten sich neue, mitunter spröde Triebschneeansammlungen im kammnahen Steilgelände
Aufpassen sollte man heute v.a. auf frische Triebschneepakete. Foto vom 13.01. zeigt Schneefahnen, die auf entsprechende Verfrachtung hinweisen (Nordtiroler Oberland) Durch die kalten Temperaturen sind die Triebschneepakete eher spröde und können besonders in größeren Höhen leicht gestört werden. Die Temperatur ist deutlich gefallen und entspricht nun jener der Jahreszeit.
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Ausführliche Erkundungen mit Bundesheer-Hubschrauber durchgeführt
Dank der großartigen Unterstützung des österreichischen Bundesheeres konnten in den letzten Tagen zahlreiche Erkundungen der Lawinen- und Schneedeckensituation von den örtlichen Lawinenkommissionen, als auch vom Lawinenwarndienst Tirol durchgeführt werden. Auf den hochgelegenen Gletschern hat sich heuer verbreitet ein Schwimmschneefundament gebildet. Dieser Schwimmschnee führt dazu, dass bei ausreichender Belastung durch Neuschnee oder durch Sprengungen massive…
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Wind in der Höhe bildet neue Triebschneeansammlungen
Derzeit entstehen in der Höhe neue Gefahrenstellen in Form von frischen Triebschneepaketen. Diese sind allerdings meist recht kleinräumig im kammnahen Gelände. Oberhalb etwa 2300m werden diese dann vermehrt zum Thema – je höher man kommt, desto leichter sind diese zu stören. Vorteil: Leicht zu erkennen! Der Wind hat bereits gestern (12.01.) an Stärke zugenommen…
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Zweifelhafte Messdaten immer kritisch hinterfragen
Die stattlichen Schneehöhen in Tirol führen trotz bester Vorbereitung unweigerlich auch zu Messproblemen bei vereinzelten Wetterstationen. Da zum Beispiel die Sensoren für die Temperatur- und Luftfeuchtigkeitsmessungen meist in einer Höhe von 2,5m bis 3,5m über Grund am Stationsmast angebracht sind, können diese bei entsprechenden Schneefällen eingeschneit werden. Klarerweise messen diese Messgeräte dann keine richtigen Lufttemperaturen…
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Leichter tageszeitlicher Anstieg der Lawinengefahr – Gleitschneelawinen bilden das Hauptproblem
Die Lawinengefahr steigt heute im Tagesverlauf leicht an. Der Grund: Es wird wärmer und die Sonne strahlt vom Himmel. Die Schneedecke wird deshalb in sehr steilen, sonnenbeschienenen Hängen zumindest unterhalb etwa 2200m an der Oberfläche feucht. Trockene Luft verlangsamt jedoch diesen Durchfeuchtungsprozess. Dennoch kann man heute nicht ganz ausschließen, dass sich die seit gestern gebildeten…