Die Kombination aus Neuschnee, Wind und einer sehr schwachen Schneedecke hat die Lawinengefahr gebietsweise ansteigen lassen. In den südlichen Ötztaler Alpen sowie im südwestlichen Osttirol herrscht oberhalb der Waldgrenze große Lawinengefahr („WintersportlerInnen-Groß“). Zahlreiche Rückmeldungen über Alarmzeichen, wie spontanen Lawinenabgängen samt Fernauslösungen sowie Setzungsgeräuschen und Rissbildungen weisen eindrucksvoll auf die Störanfälligkeit der Schneedecke hin! Lawinen sind meist mittelgroß, in den neuschneereicheren Regionen können diese auch groß werden.
Wir raten deshalb wieder einmal zu defensivem Verhalten während der kommenden Tage!
Alarmzeichen – unmissverständliche Hinweise auf eine schwache Schneedecke
Parallel einhergehend mit dem seit Sonntag, den 26.01. gefallenen Neuschnee häuften sich zumindest in den niederschlagsreicheren Gebieten Rückmeldungen über Alarmzeichen. Alarmzeichen sind unmissverständliche Hinweise auf eine kritische Lawinensituation und sollten ernst genommenwerden! Entsprechend raten wir dringend, das Verhalten an die Lawinensituation anzupassen. Hier ein paar Fotos zur Veranschaulichung der Situation:
Nun – nach einer sehr langen „Durststrecke“ hinsichtlich der Niederschläge – hat es, beginnend ab dem 24.01. auch im Süden des Landes etwas mehr geschneit. Meist waren es in Summe um 40cm, lokal auch mehr. Der Neuschnee wurde zumindest am Mittwoch, den 18.01. bei starkem Windeinfluss massiv verfrachtet. Dadurch bildeten sich frische Triebschneepakete, welche allerdings nachfolgend durch weiteren Neuschnee, der ohne Wind gefallen ist, überdeckt wurde. Gefahrenstellen sind somit kaum oder gar nicht mehr zu erkennen.
Einerseits selbst beobachtet, andererseits rückgemeldet: Kürzlich noch gut sichtbare Eisgallen wurden überschneit und sind deshalb als solche nicht mehr erkennbar. Konkretes Beispiel: Zustieg auf den Zwieselbacher Rosskogel von Haggen aus. (1.Zwinge) – Region Sellrain, Alpeiner Berge.